ACO Tiefbau

8-streifiger Ausbau der A3, Köln

ACO DRAIN® Monoblock – Straßenentwässerung in zwei Ebenen

Mit ca. 12.550 Kilometern ist das deutsche Autobahnnetz eines der dichtesten der Welt. Die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Straßenentwicklung zuständigen Bundesländer haben für notwendige Reparaturen und Ausbaumaßnahmen Sorge zu tragen. Mit dem Ausbau der A3 zwischen Köln-Dellbrück und Köln-Mülheim auf vier Fahrstreifen und je einen Standstreifen pro Fahrtrichtung wird es künftig möglich sein, dem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen in dieser Region gerecht zu werden.

„Eine der höchstbelasteten Autobahnen Deutschlands ist ab heute wieder ein Stück leichter und sicherer zu befahren“, freute sich Landesverkehrsminister Michael Groschek, der am 19.07.2012 zusammen mit Dr. Stefan Krause, Unterabteilungsleiter Straßenbau beim Bundesverkehrsministerium und Straßen. NRW- Geschäftsführer Ralf Pagenkopf das neu ausgebaute Teilstück der A3 dem Verkehr übergab. In den 2,3 Kilometer langen A3-Bauabschnitt, der zum so genannten Kölner Autobahnring gehört, wurden vom Bund mit Beginn der Arbeiten Ende 2008 rund 75 Millionen Euro investiert. Nach Beendigung der Vorlaufmaßnahmen, wie z.B. der Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen, Aufbau von Lärmschutzanlagen, Brückenbauwerken usw. erfolgte als abschließende Maßnahme der Ausbau der Strecke auf vier Fahrstreifen und je einen Standstreifen pro Fahrtrichtung. 

Mehr Sicherheit, weniger Lärm
In Hinblick auf die Reduzierung der Lärmemissionen kam als Asphaltdeckschicht ein offenporiger Asphalt (OPA) zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine besondere Form der Asphaltdeckschicht, denn der Hohlraumgehalt von 22 - 28 Vol.-% liegt gegenüber sonstigen Asphaltdeckschichten (5 - 7 Vol.-%) deutlich höher. Durch den hohen Hohlraumgehalt wird ein Versickern des Oberflächenwassers in den Asphalt ermöglicht, so dass das Oberflächenwasser auf die abdichtende Schicht zwischen Binder- und Deckschicht abgeleitet wird. Auch wird die Lärmemission aufgrund von Rollgeräuschen um bis zu 5 dBA im Vergleich mit herkömmlichen Fahrbahnbelägen verringert. Darüber hinaus werden bei Nässe so genannte Sprühfahnen weitestgehend vermieden und die Gefahr von Aquaplaning deutlich gesenkt.

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Kompakte Bauweise erhöht Verlegeleistung
Mit der Verbreiterung des Straßenprofils wurde auch die Erneuerung und Anpassung der Fahrbahnentwässerung an die neuen Gegebenheiten erforderlich. Für die Entwässerung der Fahrbahnen kamen ACO DRAIN® Entwässerungsrinnen vom Typ Monoblock RD 300 DF zum Einsatz. Die monolithischen, aus Polymerbeton hergestellten Rinnen, die für die Entwässerung großer Flächen aus Dränasphalt entwickelt wurden, konnten durch die kompakte Bauweise mit hoher Verlegeleistung und ohne großen Personal- und Maschinenaufwand eingebaut werden. Denn aufgrund einer vergleichbaren Dichte bei wesentlich höheren Festigkeitswerten sind Polymerbetonprodukte bei gleicher Belastbarkeit leichter als vergleichbare Betonprodukte.

„Die positiven Eigenschaften der ACO DRAIN® Entwässerungsrinnen haben uns als Planer und Ausführende den Spielraum gelassen, den wir auf einer Großbaustelle wie hier an der A3 brauchen. Der schnelle Einbau, das leichte Handling ohne schweres Gerät und die monolithische Bauweise, ohne lose Teile und ohne Klebefuge haben uns überzeugt“, so Martin Balgenorth, Bauleiter der Wittfeld GmbH im Gespräch mit Stefan Menzen, Regional-Verkaufsleiter ACO Tiefbau.

Entwässerung in zwei Ebenen
Die Spezialrinnen der Belastungsklasse D 400 für die Entwässerung von offenporigem Asphalt verfügen über in zwei Ebenen angeordnete Einlauföffnungen. So wird einerseits das Oberflächenwasser über die, auf der Oberseite angeordneten Öffnungen aufgenommen. Zusätzlich wird das in die offenporige Asphaltdeckschicht eingesickerte Wasser über die seitlichen Öffnungen in den Rinnenkörper eingeleitet. Das gesammelte Wasser wird anschließend über Einlaufkastenkombinationen in die Entsorgungsleitungen geführt. Revisionselemente mit einer Gussrost- Abdeckung aus Sphäroguss (GGG) ermöglichen den Zugang zum Rinnenstrang zu Wartungs- und Reinigungszwecken.

Aber nicht nur der zeitsparende Einbau und die hohe Entwässerungsleistung waren für die Wahl der aus Polymerbeton gefertigten Entwässerungsrinnen entscheidend. Denn Polymerbeton ist aufgrund seiner Zusammensetzung aus mineralischen Füllstoffen undReaktionsharz ohne zusätzliche Beschichtungen beständig gegenüber aggressiven Medien und sogar unter extremen Bedingungen vielseitig und dauerhaft einsetzbar. Darüber hinaus gewährleistet der Werkstoff Polymerbeton mit einer Wassereindringtiefe von 0 mm absolute Dichtheit. Somit fließt das Wasser schnell ab und Frostschäden werden vermieden. Zusätzlich begünstigt das Rinnenprofil und die glatte Oberfläche eine schnelle Ableitung des Wassers.


Informationen auf einen Blick:

Objekt: 8-streifiger Ausbau der A3, Köln

Bauherr: Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen

Planung: Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Regional Niederlassung Rhein Berg, Außenstelle Köln

Bauunternehmen: ARGE A3

  • Heinrich Walter Bau GmbH, Borken
  • Lanwehr Bau GmbH, Warendorf
  • Wittfeld Baugesellschaft GmbH & Co. KG, Wallenhorst

Baujahr: 06/2007 – 07/2012


ACO Produkte:

Linienentwässerungssystem ACO DRAIN® Monoblock, monolithischer Rinnenkörper aus Polymerbeton:

  • ca. 3.500 m Monoblock RD 300 DF, Belastungsklasse D 400, Länge 2,00 m
  • Monoblock RD 300 als Revisionselemente, mit Gussrost GGG, Belastungsklasse D 400
  • Einlaufkastenkombination Monoblock RD 300, mit Gussrost GGG, Belastungsklasse D 400

Projektbetreuer ACO Tiefbau:
Stefan Menzen

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