Extreme Wetterereignisse
Die Folgen des Klimawandels

Der Deutsche Wetterdienst rechnet künftig mit mehr Stürmen, drastischen Regenfällen und Hitzeperioden aufgrund des Klimawandels. Denn: Durch die Folgen des Klimawandels steigt die Temperatur und damit die Wahrscheinlichkeit für Starkregenereignisse.

Der Begriff „Starkregen“ wird erst seit ca. 2010 von Meteorologen verwendet und zwar immer dann, wenn in einer Stunde an einem Ort mehr als 25 Millimeter Regen fallen (oder binnen sechs Stunden mindestens 35 Millimeter). Schwierigkeiten macht hierbei nicht die Menge selbst, sondern dass sie in so kurzer Zeit anfällt. Gerade in Städten, also stark bebauten Regionen mit großem Anteil versiegelter Flächen, können die Kanalisationen die plötzlich anfallenden Wassermassen nicht schnell genug aufnehmen – oft entstehen Sachschäden in Millionenhöhe.

Die neuerliche Auswertung von Radardaten durch die Experten des Deutschen Wetterdienstes führen „bei der Bewertung der Naturgefahr Starkregen in einigen Regionen zu einer ganz neuen Gefährdungslage“. In Kombination mit den ausgeschöpften Kapazitäten der Siedlungsentwässerung in nahezu allen Städten und Kommunen wird der Handlungsbedarf sehr deutlich.

Zur Vorsorge sowie zur nachhaltigen Verhinderung von Sach- und Personenschäden stehen Planer*innen und Kommunen vor der Herausforderung der ganzheitlichen Anpassung einer Stadt an klimabedingte Veränderungen und Extremwetterereignisse. Schutzmaßnahmen vor Starkregenereignissen müssen mit ohnehin geplanten Baumaßnahmen der öffentlichen Daseinsfürsorge kombiniert und in der Bauleitplanung verankert werden.

Wie entsteht Starkregen?

Entscheidende Einflussfaktoren für Starkregen sind die Lufttemperatur, die Windströmungen und die Windstärke. Wenn an heißen Tagen die Temperatur der Luft ansteigt, wird mehr Wasserdampf in der Atmosphäre aufgenommen, und durch Temperaturdifferenzen entstehen starke, vertikale Winde. Diese bringen die feuchte Luft in höhere, kühle Zonen. Dort kondensiert der Wasserdampf an kleinen Staubpartikeln oder anderen Teilchen. Die Tropfen nehmen, oft durch Kollision mit anderen Tropfen, solange an Masse zu, bis ihr Gewicht die Kraft der Aufwinde übersteigen. Durch die starken vertikalen Windströmungen bilden sich größere Tropfen als normalerweise. Diese ergießen sich plötzlich und kaum berechenbar über relativ kleinen Gebieten.

Quelle: www.starkgegenstarkregen.de

Von Starkregen bis zur Unwetterwarnung

Von Starkregen spricht man beim DWD, wenn in kurzer Zeit große Mengen an Wasser niedergehen. Der DWD gibt Warnungen aus, wenn spezifische Werte überschritten werden, nämlich 15 bis 25 l/m² in einer Stunde oder 20 bis 35 l/m² in sechs Stunden. Sind es mehr als 25 l/m² in einer Stunde oder 35 l/m² in sechs Stunden, spricht er eine Unwetterwarnung aus. Starkregen ist schwer vorhersehbar, geht schnell vorüber und betriff t in der Regel Gebiete von wenigen Quadratkilometern. Hört sich nicht dramatisch an, doch in betroffenen Regionen kommt es häufig zu heftigen Schäden, weil der Boden, die Kanalisation und die Grundstücksentwässerung die Wassermengen nicht aufnehmen können. Insbesondere nach langen Trockenperioden und auf versiegelten Flächen kann das Wasser nicht versickern, sondern fließt flächendeckend ab und überflutet tiefere Gebiete. Kleinere Gewässer schwellen an, und das von den Hängen fließende Wasser verschlimmert die Situation zusätzlich. Die Folge sind oftmals extreme Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur.

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