Starkregen und anhaltender Bauboom
Bodenversiegelung im urbanen Raum

Der Boom in der Baubranche hält an. Innerstädtische Nachverdichtung ist in heute bereits dicht besiedelten Ballungsräumen häufig die Antwort aufsteigende Mieten. Mit beinahe 50% versiegelter Fläche ist München die am dichtesten bebaute Stadt Deutschlands.

Laut einer aktuellen Auswertung stellt der enorme Bebauungsgrad ein zunehmendes Problem bei Starkregenereignissen dar. So sind Städte mit dichter Bebauung besonders von lokalen Überflutungen bedroht, weil es keine ausreichenden Versickerungsflächen mehr gibt. Die vielerorts unterdimensionierte Kanalisation, die nicht für die Aufnahme von Wassermengen ausgelegt ist, wie sie im Zuge von Starkregenereignissen auftreten, verschärft das Problem.

Die Gefahr extremer Regengüsse muss in der Stadt- und Landschaftsplanung Berücksichtigung finden. Städtebauliche Konzepte, die das Risiko von Überschwemmungen deutlich eindämmen könnten, beinhalten beispielsweise begrünte Dächer oder intelligente Lösungen zum Zwischenspeichern oder Versickern der plötzlich anfallenden Wassermassen.

Eine nachhaltige Planung bringt moderne städtebauliche Anforderungen in Einklang mit dem Starkregenschutz.

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