Viel Wasser, großer Schaden
Die Folgen von Überschwemmungen

Der Deutsche Wetterdienst rechnet künftig mit mehr Stürmen, drastischen Regenfällen und Hitzeperioden aufgrund des Klimawandels. Durch die Folgen des Klimawandels steigt die Temperatur, warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kühle, dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit für Starkregenereignisse. Experten warnen zudem vor den Folgen für Gesundheit, Wirtschaft und Natur, die die Erderwärmung mit sich bringt.

Insbesondere mit dem Wasser gibt es Probleme, denn Monate mit unterdurchschnittlichen Grundwasserständen häufen sich. Flüsse führen weniger Wasser, Gewässer werden wärmer. Und wenn Regen fällt, fällt oft viel zu viel: Starkregenereignisse treten in immer kürzeren Abständen auf, dann bedrohen extreme Wassermassen Menschen und Gebäude. Gerade in Städten, also stark versiegelten Regionen, können die plötzlich fallenden Wassermassen nicht schnell genug aufnehmen – Keller laufen voll, es entstehen oft Sachschäden in Millionenhöhe.

Am 28. Juli 2014 zog ein schweres Unwetter über Münster hinweg und versetzte die Stadt in einen mehrwöchigen Ausnahmezustand. Verzeichnet wurden 292 Liter Regen pro Quadratmeter in nur sieben Stunden, einer der höchsten Werte deutschlandweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Insgesamt waren das 40 Millionen Kubikmeter Wasser – 26 Mal mehr als von den Kanälen und Wasserläufen hätten aufgenommen werden können.

Als eine direkte Folge aufgeweichter Böden können auch Schlammlawinen gefährliche entstehen. Am 24. Juni 2016 z.B. wird im Freibad der 11.000-Einwohner-Ortschaft Eningen gefeiert. Es beginnt zu regnen. Kurze Zeit später wird das Freibad von einer Schlammlawine begraben.

Neben den wirtschaftlichen Folgen, die lt. Auswertungen von Versicherungsunternehmen jährlich steigen, gilt es vor allem, durch fundierte Starkregenvorsorge Gefahren für den Menschen abzumildern.

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