Containerumschlag

In Logistik und Containerumschlag wirken gigantische Kräfte auf die Entwässerungssysteme ein.

Schwerlast

Das Kräftemessen zwischen Schwerlast und Entwässerung

In Logistik und Containerumschlag kommen gigantische Schwergewichte in Fahrt. Wie das die Entwässerungssysteme verkraften? Wir haben nachgefragt.

Entwässerung unter höchster Belastung

Sie sind kaum zu sehen und müssen sich trotzdem mit bis zu 90 Tonnen Last messen: Ob auf Logistikflächen oder im Containerumschlag – die kleinen Entwässerungssysteme leisten täglich Großes. Doch welche Herausforderungen sind das und wie bewältigt man sie? Wir haben Michael Müller, unseren Geschäftsfeldleiter Entwässerung, gefragt. Er gehört seit 23 Jahren zum Familienunternehmen ACO und entwickelt leidenschaftlich gern Produkte, die den schwersten Lasten gewachsen sind.

Wieviel Last ist eigentlich Schwerlast?

Michael Müller unterscheidet zwei Arten von Schwerlast: Die eine ist die extreme Punktlast, die Flugzeuge mit bis zu 90 Tonnen auf die Fläche bringen. Die andere ist Last, die in hoher Frequenz einwirkt – erzeugt von Fahrzeugen wie Reachstacker oder Van Carrier mit ihren gut 50 Tonnen Gewicht. Weniger Last bedeutet aber nicht weniger Herausforderung. Im Gegenteil, betont unser Entwässerungsexperte. Flurfahrzeuge sind ständig in Bewegung, laden hier Container auf, dort wieder ab und sorgen so Tag und Nacht für Verkehrsfrequenzen, die permanent auf Rinne & Co. einwirken.

Was macht ein Entwässerungssystem schwerlasttauglich?

Zunächst mal muss es die europäische Norm DIN EN 1433 erfüllen und somit der Belastungsklasse E 600 oder, besser, der höchsten Klasse F 900 gewachsen sein. Das gilt analog zur EN 124 für Schachtabdeckungen und Straßenabläufe. Doch für Michael Müller ist die Norm nur der Anfang: Wirkt Schwerlast auf ein Entwässerungssystem und die Fläche drumherum ein, entsteht ein Lastbild mit einer Verschiebung, die zu einem Kippmoment führen kann. Deshalb müssen alle Entwässerungskomponenten sauber in den Untergrund eingebunden werden und dort jeder Lasteinwirkung widerstehen.

Was wirkt noch auf die Entwässerungssysteme ein?

Neben den hohen Einzellasten sind die Systeme auch extrem hohen dynamischen Kräften ausgesetzt, erklärt Michael Müller. Scherkräften zum Beispiel, die im Zusammenspiel mit den enormen Massen der Lkw, Reachstacker oder Flugzeuge höchste Belastungen erzeugen. Anfahren, Lenken, Abbremsen – all das wirkt permanent auf die Zargen, Abdeckungen und Flanken der Systeme ein. So, wie die horizontalen Schublasten, die zum Beispiel durch Wärmeausdehnungen der angeschlossenen Flächen entstehen. Auch das Wetter mischt mit – vor allem das raue Seeklima in den Häfen. Natürlich weiß unser Spezialist auch, was passiert, wenn das Entwässerungssystem solchen Herausforderungen nicht gewachsen ist. Dann nämlich drohen Materialschäden, hohe Kosten durch Ausfälle, teure und aufwendige Reparaturen sowie ein schleichender Reputationsverlust.

Wie sorgt ACO im Schwerlastbereich für mehr Sicherheit?

Das, so Michael Müller, ermöglicht ACO mit Produkten, die dauerhaft höchsten Belastungen gewachsen sind und über Normen und gesetzliche Vorgaben hinausgehen. Als Mitglied im DIN Normausschuss setzt sich ACO bereits vor der Novellierung der Normen dafür ein, dass Mindestanforderungen präzisiert und Standards erhöht werden – was auch der Lebensdauer und Qualität der Produkte zugutekommt. Ein Paradebeispiel für maximale Sicherheit ist ACOs PowerDrain Performance. Sie besitzt eine serienmäßige Dichtung am Rinnenstoß. Laut DIN EN 1433/DIN 19580 muss sie mindestens 30 Minuten dichthalten. ACOs Anspruch aber, so Michael Müller, liegt viel höher. Und so haben er und sein Team daraus 72 Stunden Dichtheit gemacht – das 144-fache der Norm. Übrigens: Wie die PowerDrain und weitere ACO Produkte für mehr Sicherheit im Schwerlastbereich sorgen, veranschaulicht zum Beispiel die Zusammenarbeit mit dem ECT Leercontainerdepot Mannheim.

Was macht das ACO Portfolio so besonders?

Qualität ist für Michael Müller eine Herzensangelegenheit. Für ihn, der schon als Kind im strömenden Regen fasziniert das Fließverhalten des Wassers beobachtete, darf ein gutes Entwässerungsprodukt nicht klappern oder kaputtgehen. Es muss dauerhaft stabil bleiben, sich ökonomisch wie ökologisch bezahlt machen und im Falle eines Austauschs schnell und einfach zu wechseln sein. Auch ein umfassender Service über das Produkt hinaus ist für Michael Müller ein wichtiger Baustein. Hier bietet ACO Tiefbau Planern und Bauherren neben vielfältigen Beratungsmöglichkeiten und Planungshilfen auch Schulungen, Seminare und Roadshows für einen tiefgreifenden Wissenstransfer. Denn: Leichter wird es mit der Schwerlast in Zukunft ganz sicher nicht.

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