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Schachtabdeckungen ACO Multitop – ein Plus für die Infrastruktur von morgen.

Verkehr

Hohe Produktqualität nur gemeinsam

DIN EN 124 und Gütezeichen RAL-GZ 692 - ein starkes Team

Qualitätsunterschiede bei Schachtabdeckungen und Aufsätze sind groß. Signifikante Unterschiede gibt es vor allem in den Bereichen Betriebs- und Verkehrssicherheit, Dauerhaftigkeit und Gebrauchstauglichkeit. Leider regelt die DIN EN 124 dies nur unzureichend. Deshalb gilt: Normkonformität ist nicht unbedingt mit dauerhafter Gebrauchstauglichkeit gleich zu setzen. Eine Kombination mit dem Gütezeichen RAL-GZ 692 schließt die Lücke. DIN EN 124 konforme Produkte mit Gütezeichen RAL-GZ 692 sind erprobt und haben sich in der Praxis bewährt.

Im September 2015 wurde nach 15-jähriger Bearbeitung eine neue Ausgabe von DIN EN 124 veröffentlicht. Ziel war eine harmonisierte europäische Norm gemäß der europäischen Bauprodukteverordnung. Das Ergebnis: Die neue Ausgabe ist deutlich umfangreicher als ihr Vorgänger. Sie besteht aus 6 Teilen.

DIN EN 124-1 Definitionen, Klassifizierungen, allgemeine Baugrundsätze, Leistungsanforderungen und Prüfverfahren

DIN EN 124-2 Aufsätze und Abdeckungen aus Gusseisen

DIN EN 124-3 Aufsätze und Abdeckungen aus Stahl oder Aluminiumlegierungen

DIN EN 124-4 Aufsätze und Abdeckungen aus Stahlbeton

DIN EN 124-5 Aufsätze und Abdeckungen aus Verbundwerkstoffen

DIN EN 124-6 Aufsätze und Abdeckungen aus Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) oder weichmacherfreiem Polyvinylchlorid (PVC)

Was verändert sich?

Die DIN EN 124- 1 regelt die werkstoffunabhängigen Merkmale. In den Teilen 2-6 sind die jeweils unterschiedlichen werkstoffspezifischen Merkmale geregelt.

Im Teil 1 wurden neue Prüfverfahren eingeführt. Hier geht es vorrangig um den Nachweis der verkehrssicheren Lage von Deckeln und Rosten für die Einbaubereiche Klasse C 250 bis F 900. Ein wesentlicher Teil ist zum Beispiel der Auszugstest. Mit diesem Test wird geprüft bei welcher vertikal wirkenden Auszugskraft sich Deckel oder Roste aus dem Rahmen lösen. Die Prüfergebnisse sollten im Rahmen der CE Konformitätserklärung erforderlichen Leistungserklärung durch den Hersteller veröffentlicht werden. Ziel war es die Leistung der Produkte vergleichbar zu machen. Leider fand keine Einigung auf die erforderlichen Mindestkriterien für die Betriebs- und Verkehrssicherheit in diesen Einbaubereichen statt. Die Ursache dafür liegt in regional unterschiedlichen Baugewohnheiten in Europa, die keine Kompromisslösung ermöglichten. Die für das geplante Sicherheitsniveau erforderlichen Leistungsparameter sollen deshalb vom Planer individuell festgelegt und Teil der Ausschreibung werden. Und hier beginnen nun die Herausforderungen!

Lose eingelegte Schachtabdeckungen und Roste

Relativ einfach ist das Ganze noch bei Schachtabdeckungen und Rosten mit losen eingelegten Deckeln. Üblicherweise werden diese durch ihr Eigengewicht gesichert. Bewährte Mindestanforderungen sind in der DIN 1229 mit der für Deutschland geltenden Mindestmasse dem so genannten Einheitsgewicht festgelegt. Es beträgt für Roste im Einbaubereich Klasse C 250 mindestens 200 kg/m², für Deckel und Roste für den Einbaubereiche Klasse D 400 bis F 900 mindestens 300 kg/m². In Deutschland sind Schachtabdeckungen mit losem eingelegtem Deckel für Einbaubereiche Klasse D 400 mit einer lichten Weite von 610 mm üblich. Um die Anforderungen nach DIN 1229 zu erfüllen, müssen die Deckel mindestens 87,6 Kg wiegen. Der Nachweis erfolgt durch Wiegen des Deckels oder Rostes. In Ausschreibungen ist somit durch die Passage „entsprechend DIN EN 124 und DIN 1229“ das geforderte Sicherheitsniveau eindeutig definiert.

Schachtabdeckungen und Roste mit Sicherheitsvorrichtungen

Für mit Sicherungsvorrichtungen wie z. B. Schrauben und Bolzen, Federelemente oder andere Methoden gesicherte Deckel und Roste erfolgt der Nachweis der verkehrssicheren Lage im Wesentlichen durch den Auszugstest. Dabei wird die Zugkraft ermittelt, bei der sich die Sicherung des im Rahmen eingelegten Deckels oder Rostes löst. Die Auszugskraft ist ein signifikanter Wert für die Betriebs- und Verkehrssicherheit. Dieser Wert wird zwar im Rahmen der Typprüfung ermittelt und dokumentiert, üblicherweise aber nicht veröffentlicht. Dies erfolgt erst im Rahmen einer CE Konformitätserklärung erforderlichen Leistungserklärung. Eine CE Konformitätserklärung von Bauprodukten nach DIN EN 124 kann aber erst nach Veröffentlichung der Fundstelle dieser Norm im Amtsblatt der Europäischen Union bzw. im Bundesanzeiger von dem dort genannten Termin an erfolgen. Diese Veröffentlichung ist bisher nicht erfolgt. CE Konformitätserklärungen für Produkte nach DIN EN 124 sind deshalb noch nicht möglich. Infolgedessen fehlen auch Leistungserklärungen der Hersteller. In Bezug auf die Betriebs- und Verkehrssicherheit haben planende Stellen derzeit keine Bewertungskriterien zur Vergleichbarkeit der Leistung von Produkten.

Hilfreich wären dabei Mindestwerte für sicherheitsrelevante Auszugskräfte, die jedoch in der Norm nicht festgelegt sind. Um die wichtigen Merkmale zur Verkehrs- und Betriebssicherheit in Ausschreibungen zu definieren, reicht es deshalb nicht, die Anforderung „entsprechend DIN EN 124“ zu hinterlegen. Geplante Auszugskräfte müssen in der Ausschreibung definiert werden. Fehlt dies können Forderungen nach Mindestauszugskräften nachträglich nicht mehr geltend gemacht werden.

RAL-GZ 692 – ein Plus an Sicherheit

Die Gütesicherung RAL-GZ 692 fordert für Deckel und Roste für Einbaubereiche Klasse C 250 bis F 900 eine Mindestauszugskraft. Sie gewährleistet bei Produkten ein dem Einheitsgewicht vergleichbares Sicherheitsniveau. Die Auszugkraft entspricht mindestens dem 1,5-fachen des erforderlichen Einheitsgewichtes eines losen eingelegten Deckels oder Rostes. Der Faktor 1,5 resultiert aus langjährigen positiven Betriebserfahrungen und berücksichtigt auch Alterungserscheinungen von Sicherungsvorrichtungen. Für einen mit Sicherungsvorrichtung gesicherten Deckel Klasse D 400, lichte Weite 610 mm mit Gütezeichen RAL-GZ 692 ist dem zufolge eine Mindestauszugskraft von 1290 N erforderlich. Darüber hinaus fordert die Gütesicherung RAL-GZ 692 noch weitere Eigenschaften zur Einhaltung des für Schachtabdeckungen und Aufsätze in Deutschland üblichen Sicherheitsniveaus. So werden für Schachtabdeckungen Klasse D 400 grundsätzlich dämpfende Einlagen gefordert. Auch sie werden auf Grund von Erfahrungswerten auf Verkehrs- und Betriebssicherheit getestet und müssen strenge Leistungskriterien erfüllen. Ein weiteres wesentliches Merkmal: Das Gütezeichen RAL-GZ 692 kann nur für Produkte, die sich mindestens 12 Monate im Markt bewährt haben, verliehen werden. Eine Gewähr für erprobte Produkte.

In Ausschreibungen können viele aus DIN EN 124 resultierende Schwachstellen durch die Ergänzung „gemäß den Anforderungen der Güterichtlinie RAL-GZ 692“ rechtssicher geschlossen werden. Die Ausschreibung fordert damit nicht mehr und nicht weniger als bewährte, nachhaltige Produkte auf dem Stand der in Deutschland üblichen Betriebs- und Verkehrssicherheit.

Bewährte Sicherheit von Anfang an

Verkehrslärm belästigt Anwohner zunehmend. Er entsteht nicht nur durch Motor- und Rollgeräusche. Insbesondere der durch abgesackte Schachtabdeckungen entstehende so genannte „Schlagloch-Effekt“, kann zu erheblichen Lärmbelästigungen führen. Mit der Entwicklung der Schachtabdeckung Multitop Bituplan ist es ACO Tiefbau gelungen die Geräuschimmission beim Überfahren zu minimieren. Größere Lüftungsquerschnitte im Deckel verbessern die Belüftung des Kanalsystems. Erhöhte Griffigkeit der Abdeckungsoberfläche sorgt für mehr Sicherheit.

+ Ruhig - In der Ruhe liegt die Kraft

Die Abdeckungen sind auf die spezifischen Arbeitsabläufe beim Einwalzen abgestimmt und können oberflächenbündig mit dem Fahrbahnbelag eingewalzt werden. So ist ein dauerhaft ruhiger Sitz des Rahmens im Straßenbelag gewährleistet. Die Entkoppelung von Schachtabdeckung und Schacht entlastet den Schacht und verbessert Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit des Systems. Leichte austauschbare dämpfende Einlagen im Rahmen sorgen für eine stets ruhige Lage des Deckels beim Überfahren. Ein wesentlicher Faktor für die Vermeidung von Geräuschemissionen.

+ Luftdurchlässig – vergrößerter Lüftungsquerschnitt

Schachtabdeckungen decken nicht nur Schächte in Schmutzwasserkanälen ab, sie ermöglichen auch deren Belüftung und verringern so die Gefahr von Schwefelwasserstoffkorrosion im Kanalsystem. Sparsamer Umgang mit Trinkwasser verringert die Abflussmengen im Kanal und damit die Spülwirkung. Die Folgen sind vermehrt Ablagerungen im Kanalnetz. Durch Fäulnisprozesse entstehender Schwefelwasserstoff, kann zu Schäden durch Schwefelwasserstoffkorrosion führen. Eine verbesserte Ventilation entlastet das Kanalsystem und minimiert die besagten Schäden. Multitop Abdeckungen haben deshalb einen Lüftungsquerschnitt von 323 cm². Er ist 79% größer als bei Schachtabdeckungen nach DIN 19584 und sogar 131% größer als nach DIN EN 124 gefordert.

+ Rutschfest - Alles im Griff

Schachtabdeckungen sind Teil der Straßenoberfläche. Ihre Griffigkeit hat deshalb direkten Einfluss auf die Verkehrssicherheit. Verlieren Reifen die Bodenhaftung, kann es zu gefährlichen Fahrsituationen kommen. Um das zu verhindern ist die Multitop Abdeckung mit einer speziellen Oberflächenprofilierung ausgestattet. Unabhängig der Einbau- oder Fahrtrichtung ist eine hohe Rutschfestigkeit garantiert.

Fazit:

Betriebssicherheit, Dauerhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit sind die wesentlichen Anforderungen an die Verkehrsinfrastrukturen. ACO Multitop Produkte bieten Lösungen zu den aus der Praxis bekannten Schwachpunkten wie Gewicht, Handhabung, Verschleiß und Mörtelfuge. Zudem entsprechen sie der DIN EN 124 und den GET Qualitätsmaßstäben mit dem GET Gütezeichen RAL-GZ 692.

Alfred Fuchs, Senior Experte Schachtabdeckungen und Aufsätze
ACO Tiefbau Vertrieb GmbH

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