ACO DrainBox

Eine Kombination aus Linien- und Punktentwässerung

Aktueller denn je: Der globale Klimawandel verändert das regionale Niederschlagsgeschehen. Schon heute kommt es vermehrt zu Starkregenereignissen, die in Städten zu Überflutungen führen und große Schäden anrichten. Um dem entgegenzuwirken entwickeln viele Kommunen und Städte wassersensible Strategien für die Infrastruktur. Die sich daraus ergebenden Maßnahmen sind vielfältig. Doch eins haben alle gemeinsam: Den neuralgischen Punkt, die sogenannten Überflutungs-Hot-Spots. Nicht nur innerstädtisch sondern auch ausserorts auf Fernstraßen, kommt es bei überschwemmten Straßen schnell zu kritischen und gefährlichen Situationen. Diese gilt es zu verhindern.

Ein neuer Ansatz kommt nun mit der Kombination von Linien- und Punktentwässerung als ACO DrainBox.

Lesen Sie auch hierzu das Interview: Im Gespräch mit Dr.-Ing. Svenja Kemper von der Bergischen Universität Wuppertal und Florian Meyer von ACO Tiefbau Vertrieb GmbH über das neue Entwässerungskonzept. Erschienen Online beim Bauingenieur im Special Infrastrukturbau.

Kombiniere: Linie trifft Punkt

Die neue ACO DrainBox ist eine Kombination aus Linien- und Punktentwässerung. Das Oberflächenwasser wird sowohl seitlich über die Einlauföffnungen der Hohlbordrinne als auch über den herkömmlichen Straßenablauf aufgenommen und entwässert. Das System, welches über einen Einlaufkasten miteinander verbunden ist, erhöht somit signifikant die hydraulische Leistungsfähigkeit. Damit können kritische Überflutungspunkte einfach, schnell und mit herkömmlichen Baugewohnheiten entschärft werden. Die Sanierung bedarf wenig Platz, was aufwendige und lange Straßenabsperrungen unnötig macht. Dadurch bleibt der Kosten- sowie Arbeitsaufwand gering.


Die Systembestandteile

Zum einen wurde auf den Straßenablauf ACO Combipoint PP aus Kunststoff zurückgegriffen. Er punktet durch seine Eigenschaften leicht und flexibel. Neu seit kurzem ist der Sanierungsadapter, der sich einfach auf vorhandene Betonteile nach DIN 4052 aufsetzen lässt. Er bildet den Übergang von einem vorhandenen Betonteilunterteil zu den Combipoint Teilen und fügt sich perfekt in das neue DrainBox System mit ein. Des Weiteren stehen verschiedene Aufsatzvarianten ACO Multitop zu Verfügung, die je nach Einsatzgebiet gewählt werden können.

Zum anderen wurde auf das System der Hohlbordrinnen ACO DRAIN® KerbDrain zurückgegriffen. Hohlbordrinnen sind eine bewährte Art der kombinierten Bordstein – Entwässerung (2in1 Funktion) und ersetzen in diesem Fall die vorhandenen Betonbordsteine. Über die Querneigung der Fahrbahn läuft das Oberflächenwasser zu den seitlichen Öffnungen in die Rinne. Das Wasser wird so kontinuierlich und sicher aufgenommen. Der Hohlraum dient als Fließquerschnitt und somit wird sukzessive die Wasserspiegelbreite auf der Fahrbahn vermindert.

Beide Systeme, sind über einen Einlaufkasten miteinander verbunden, was die hydraulische Leistungsfähigkeit beträchtlich erhöht. Mit Hilfe von nur wenigen Metern Hohlbordrinne ergibt sich anhand einer hydraulische Beispielrechnung mit einer angeschlossenen Fläche von 400 m², einem Abflussbeiwert von 0,9 und einer Regenspende von 110 l/(s*ha) eine Leistungssteigerung von 25 Prozent.

Neben dem innerstädtischen Einsatzgebiet der DrainBox City lassen sich beispielsweise vorhandene Punktabläufe auf Fernstraßen ebenfalls mit der individuell zusammengestellten DrainBox Road ertüchtigen. Hierfür findet die neu entwickelte Hohlbordrinne KerbDrain Road für Autobahn und Fernstraßen ihre Anwendung. Diese ist ebenso über eine passende Einlaufkastenkombination mit dem Straßenablauf Combipoint PP verbunden. So können die Überflutungs-Hotspots auf Autobahn und Fernstraßen ertüchtigt werden. Das System KerbDrain Road gibt es sowohl in der Ausführung als Flachbord bzw. Schrammbord und alternativ als Hochbord (jeweils 7cm Bordansicht).

Weitere Informationen zu den Systemkomponenten

ACO DrainBox City
innerstädtisches Einsatzgebiet

ACO DrainBox Road
Einsatzgebiet Fernstraßen und Autobahnen

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