Versickerung
Gutes für die Umwelt tun

Die Versickerung des anfallenden Niederschlagwassers muss nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ dem Grundwasser wieder zugeführt werden. Oft ist es eine Herausforderung die technischen Vorgaben an das Entwässerungssystem mit den landschaftsgestalterischen Ansprüchen des Planers zu verbinden. Zwingend sind hier, die sich aus der DWA-A 138 ergebenden, Rahmenbedingungen einzuhalten. Dazu zählen einzuhaltende Abstände zu Gebäuden und Grundstücksgrenzen als auch ein Abstand von einem Meter zum Grundwasser. Hierbei sind flächige Versickerungsanlagen einer punktuellen Einleitung ins Grundwasser immer vorzuziehen.

Was ist bei der Planung zu beachten?


Handlungsempfehlung zum Umgang mit Regenwasser

Einleitung ins Grundwasser

Da gesammeltes Oberflächenwasser von den befestigten Flächen, je nach Anwendungsfall, mehr oder weniger verunreinigt ist, muss es vor der Versickerung gereinigt bzw. behandelt werden. Um den Eintrag von Schadstoffen ins Grundwasser oder ein Oberflächengewässer zu vermeiden, sind entsprechende Behandlungsanlagen vorzusehen. Hier gilt, bis zum Erscheinen der überarbeiteten DWA-A 138, das Merkblatt DWA –M 153 „Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Regenwasser“. Diese Richtlinie gibt Empfehlungen zur Vorbehandlung des Regenwassers, bevor es versickert wird.

Ansatz dieser Berechnung nach M 153 ist die Festlegung auf ein Punktesystem sowohl für die Belastung, als auch für die maximale Aufnahme durch den Wasserkörper. Entsprechend diesem Grundsatz werden die verschiedenen Wasserkörper (Grundwasserkörper außerhalb von Trinkwassereinzugsgebieten oder in Wasserschutzgebieten) kategorisiert und mit Gewässerpunkten (G) eingestuft, je nach Aufnahmekapazität von anthropogenen Stoffen. Auf der anderen Seite wird die Belastung (B) aus Luft und Niederschlagsflächen in gleicher Weise mit Punkten belegt. Ziel ist es nun, dass die Punkte aus der Belastung geringer sind, als die maximal zur Verfügung stehenden Punkte des Gewässers, in das eingeleitet wird (B < G). Sollten mehrere verschieden Teilflächen angeschlossen werden, so wird eine Gewichtung der Gesamtfläche erstellt, indem die Summe der Produkte aus Teilfläche und Einzelbelastung durch die Gesamtfläche geteilt wird und man so auf einen gewichteten Mittelwert kommt.

Sollte die Belastung aus den Niederschlagsflächen größer sein als die maximal einzuleitenden Punkte, so muss eine Behandlung vorgesehen werden. Damit wird die Belastung auf die maximal zulässigen Punkte gesenkt. Hierzu sind alle gängigen Behandlungsarten mit einem Durchgangswert versehen, die mit den Belastungspunkten verrechnet werden: E = B×D. Ziel ist es, eine Behandlung so zu wählen, dass die Emission nach der Behandlung geringer ist als die maximal zur Verfügung stehenden Punkte des Gewässers: E ≤ G. Da die Behandlungsmaßnahme aus wirtschaftlichen Gründen nicht auf den maximalen Zufluss ausgelegt wird, ist ein Regenspeicher oder ein Bypass einzuplanen.

Weitere Informationen zu Überflutungsnachweisen unter:

Überflutungsnachweise

Was ist beim Baugrubenaushub zu beachten?


Der Baugrund muss tragfähig und versickerungsfähig sein. Bei nicht tragfähigem Baugrund sind die geologischen Verhältnisse zu erkunden und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Der tragfähige Untergrund muss steinfrei, eben und ohne Gefälle ausgeführt werden.

Das Auflager besteht aus dem anstehenden Baugrund oder Austauschboden mit einer Mindesttragfähigkeit von EV2 ≥45 MN/m² sowie einer ca. 5 cm starken Sauberkeitsschicht (Splitt/Kies ohne Feinkornanteile) der Körnung 2/8. Diese Sauberkeitsschicht ist plan abzuziehen. Die Durchlässigkeit des Baugrunds muss auch nach einer Verdichtung gewährleistet sein. Die Güte dieses Auflagers ist maßgeblich für die weitere Verlegung und hat wesentlichen Einfluss auf das Trag- und Setzungsverhalten der Füllkörperrigolen, insbesondere bei mehrlagigem Aufbau oder größeren Belastungen (Erd-/Verkehrslast).

Blockrigolensystem zur Versickerung


Mit Blockrigolensysteme als Versickerung werden ökologisch wertvolle und wirkungsvolle Entwässerungskonzepte geschaffen. Dabei ist das Rigolensystem auch ökonomisch langfristig betrachtet eine smarte Lösung. Denn Regenwassergebühren, die für versiegelte Flächen inzwischen in fast allen Regionen gesetzlich erhoben werden, entfallen. Darüber hinaus wird vom Wasserhaushaltsgesetz (WHG) gefordert, dass das Niederschlagswasser möglichst am Ort der Entstehung zu versickern ist oder direkt in ein Gewässer eingeleitet werden soll, ohne es mit Schmutzwasser zu vermischen.

Systeme zur Behandlung und Versickerung von Niederschlagswasser

Regenwasserbehandlungsanlage

Der ACO Adsorpmax ist ein hydrodynamischer Abscheider kombiniert mit einer DIBt zugelassenen Filterstufe. Diese befindet sich in der Mitte des Reinigungsschachtes. Mit dem Aufstromverfahren werden die Feinstoffe gefiltert und ein Großteil der gelösten Schadstoffe adsorptiv gebunden. Es werden sowohl abfiltrierbare Stoffe als auch Schwermetalle und Leichtflüssigkeiten entfernt. Das System kann vor der Versickerung als auch vor der Einleitung in Gewässer eingesetzt werden.

Sedimentationsanlage

ACO Sedised-C wird eingesetzt, um Oberflächenwasser von Sinkstoffen zu befreien und so Versickerungsanlagen oder Regenwasserkanäle vor Versandung zu schützen. ACO Sedismart-C hat zusätzlich einen Innenkörper, den das zu reinigende Niederschlagswasser um- und durchströmen muss. Dadurch wird das Wasser im Schlammfang in eine Rotationsströmung versetzt. Die Fließzeit verlängert sich, das Sedimentieren der Feststoffe wird optimiert.

Versickerung

ACO Stormbrixx als Versickerungsanlage fördert den natürlichen Wasserkreis. Zuvor gereinigtes Regenwasser wird in der Blockrigole gesammelt. Nach und nach versickert es im Boden und fördert damit die Grundwasserneubildung.


Referenzen

In unserer Referenzgalerie zeigen wir Ihnen Objekte von Autobahnen und Tankstellen, über öffentliche Wege und kommunale Straßen bis hin zu Design und Licht. Jede Referenz ist ausführlich beschrieben und wird von zahlreichen Fotos begleitet.

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