Löschwasserspeicher für WTD 71, Eckernförde

Wer sich nach etwas weniger Trubel im Urlaub sehnt und dennoch Natur, Wasser und Kultur wünscht, findet im Ostseebad Eckernförde alles für die perfekte Entspannung. Den kilometerlangen Sandstrand und die Atmosphäre rund um den Hafen genießen nicht nur die Besucher der historischen Mittelstadt. Auch die Einwohner lieben ihre Stadt, deren größter Arbeitgeber mit über 2.000 Arbeitsplätzen die Bundeswehr ist. Der maritime Standort ist auch Heimat der Wehrtechnischen Dienststelle für Marinewaffen, Maritime Technologien und Forschung (WTD 71). Nach der Zusammenlegung verschiedener Erprobungsstellen aus Schleswig-Holstein deckt die WTD 71 die gesamte Bandbreite maritimer Wehrtechnik ab.

Zu den Sanierungsmaßnahmen zählte auch der Rückbau eines Labor- und Werkstattgebäudes. Mit dem Abriss wurde parallel die Leitungsführung von Heizungs-, Elektro- und Wasserleitungen aus dem ehemaligen, im Kellergeschoss verlaufenden Versorgungskanal angepasst. Zeitgleich mit der Planung von Kfz-Stellplätzen auf der freigewordenen Fläche wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde der Wunsch geäußert, eine Löschwasserbevorratung zur Sicherstellung der Wasserversorgung zu berücksichtigen. Da die Entnahme von salzhaltigem Ostseewasser im Bedarfsfall aus technischen Gründen keine Option darstellt, wurde zugunsten einer Zisterne mit salzfreiem Wasser unterhalb der geplanten Parkplatzfläche entschieden.

Das Konzept zur Bevorratung des Löschwassers sah eine Rigolenanlage vor: ACO Stormbrixx. Die Anlage kann rund 200.000 Liter Löschwasser bevorraten – auf einer Fläche von nur 20,40 m x 6,00 m. Die Speisung erfolgt über einen nahegelegenen Wasseranschluss und ist mit entsprechender Regeltechnik zum manuellen Befüllen ausgestattet. Über zwei Ansaughydranten ist die Entnahme des gespeicherten Wassers für einen möglichen Löscheinsatz der Feuerwehr möglich. Die Überdeckung der Rigole ist statisch so berechnet, dass auf der entstandenen Fläche 24 Parkbuchten, Fahrrad-Parkmöglichkeiten und eine Fläche für Müllbehältnisse errichtet werden konnten.

Das modulare Rigolensystem aus Kunststoff, das als Blockspeicher und Blockversickerung für Niederschlagswasser eingesetzt werden kann, bietet aufgrund seiner Systemarchitektur eine besondere Stabilität und Festigkeit. So kann es unter Grünflächen, öffentlichen Wegen und Plätzen und auch Pkw-Stellplätzen installiert werden und ist belastbar bis SLW 60. Durch das Verlegen der leichten Einzelteile im Verband und mithilfe eines intelligenten Stecksystems wird die Lagersicherheit des Gesamtsystems hergestellt. Nach dem Zusammenbau stehen die tragenden Säulen exakt übereinander, sodass die Lasten gleichmäßig von oben nach unten abgeleitet werden.

Mit den standardisierten Elementen lassen sich nahezu alle Rigolen-Bauformen schnell und einfach herstellen. Ob quadratische oder längliche Rigole – oder im rechten Winkel verlegt. Eine Anpassung an die baulichen Gegebenheiten im Verband ist dabei stets möglich. Planer und Bauunternehmen werden natürlich auch bei der Konzeptionierung und Ausführung von ACO Tiefbau unterstützt. So wird auf Grundlage der Angaben der jeweilige Bedarf zum Bauvorhaben ermittelt und ein individueller Verlegeplan erstellt.

Aufgrund der Elementarchitektur von ACO Stormbrixx, die lediglich eine äußere Begrenzung des Gesamtsystems durch einfach montierbare Seitenwände und Abdeckungen benötigt, ist das zusammengesetzte Rigolensystem inspizier- und spülbar. Muldenartige Zwischenräume erleichtern das Führen der Kanalkamera oder des Spülkopfs. Durch den Einbau von integrierten Inspektions- und Spülschächten ist der Zugang dauerhaft gesichert.

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